IT'S MY HAIR AND I CAN DO WHAT I WANT WITH IT
Eröffnung Freitag, 28. Februar 2014, 18 Uhr
1. März - 19. April 2014

Mit Lisa Holzer, Liz Magic Laser, Renzo Martens,
Pilvi Takala, Britta Thie und Jordan Wolfson
Kuratiert zusammen mit Kirsa Geiser


'Hinter den hypnotischen Grimassen der offiziellen Befriedung findet ein Krieg statt. Ein Krieg, von dem man nicht mehr sagen kann, ob er einfach ökonomischer oder sogar sozialer und humanitärer Art ist, da er alles umfasst, da er ein totaler Krieg ist. Während ein jeder sehr wohl vorausahnt, dass seine Existenz dazu tendiert, ein Schlachtfeld zu werden, auf dem Neurosen, Phobien, Somatisierungen, Depressionen und Ängste zu zahlreichen Rückzügen blasen, gelingt es keinem, den Verlauf oder den Einsatz dieses Krieges zu erfassen. Paradoxerweise ist es der totale Charakter dieses Krieges, total nicht weniger in seinen Mitteln als in seinen Zwecken, der es ihm vor allem ermöglicht, sich in eine solche Unsichtbarkeit zu hüllen.

Das Empire zieht den offensiven Angriffen die chinesischen Methoden vor, die chronische Prävention, die molekulare Verbreitung des Zwangs im Alltag. Hier löst die innere Überwachung in adäquater Weise die allgemeine Überwachung ab und die individuelle Selbstkontrolle die soziale Kontrolle. Letzten Endes ist es die Allgegenwärtigkeit der neuen Polizei, der es gelingt, sie unwahrnehmbar zu machen.'

Titel der Ausstellung und Text sind Zitate aus:
Tiqqun, Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens, 1999/2006.