Edgar Arceneaux

THE AGITATION OF EXPANSION

Eröffnung Freitag, 19. Januar 2007, 18-21 Uhr
Ausstellung 20. Januar - 03. März 2007
Öffnungszeiten Di - Sa 11-18 Uhr

Edgar Arceneaux (*1972, Los Angeles) beschäftigt sich in seinen Arbeiten kontinuierlich mit Formen, die sich in Sprache manifestieren und mit der Frage, wie davon Wissen abgeleitet wird. In seinen Zeichnungen, Objekten und Filminstallationen verzweigen und überkreuzen sich durch eine Kombination von Elementen, die oftmals gegensätzlich erscheinen, bewusste wie unbewusste, persönliche und kollektive Erinnerungen.

Mitchell Feigenbaum, ein Pionier der Chaostheorie, beobachtete bei einem Parkspaziergang ein Paar beim Picknick. Während er sich entfernte und das Paar immer kleiner wurde, bemerkte er, dass er bei einer bestimmten Entfernung einen Punkt erreichte, den er die Schwelle zur Unverständlichkeit nannte. An diesem Punkt schienen die Geräusche und die Bewegungen, die von diesem Paar ausgingen, nicht mehr zusammen zu passen und wurden unberechenbar. Feigenbaum fragte sich „warum verlieren Dinge ihren Sinn, wenn sie kleiner werden? Wo ist der Zusammenhang zwischen Schrumpfen von Dingen und ihrem gleichzeitigen Bedeutungsverlust?“ Eine scheinbar einfache Frage, hinter deren Oberfläche sich aber wichtige Schlussfolgerungen für unser Verständnis von Raum und der darin befindlichen Objekte verbergen. Er suchte nach neuen Begriffen, die über eine Anzahl von Bildern dieses Phänomen eher beschreiben als erklären konnten und aufzeigten, dass es in der Natur Formen gibt, und zwar nicht nur sichtbare, die in einer Bewegungsstruktur eingebettet sind. Muster und Formen, die von linearen Schemata nur unzureichend offen gelegt werden.

Für Edgar Arceneaux werden diese Formen durch Wiederholungen, Anhäufungen von Erfahrungen und durch poetische Redundanzen in der Sprache selbst erkennbar. In der Ausstellung belegt er diese Behauptung mit einer Ansammlung von Strategien, die durch die Materialwahl bestimmt sind und die in verschiedenen Medien wie Siebdruck, Objekt, Film und Diaprojektion umgesetzt werden. Als wiederholendes Motiv und als Fixpunkt für die Untersuchung der Bedeutung von Maßstab taucht der Künstler und Filmemacher Morgan Fisher und sein 1976 Peugeot 504 auf.