Gabriele Basch


"Weiss"


Eröffnung am Freitag, den 28. Februar von 19-21 Uhr
Ausstellung vom 1. März - 12. April 2003
Öffnungszeiten Mi - Fr 13 - 19 Uhr, Sa 13 - 18 Uhr



Die Bilder der Ausstellung "Weiss" sind Ausschnitte einer inneren, dunklen und traumartigen Welt. Der Blick auf die Motive scheint verstellt, eine Häuserzeile verschwindet im Gegenlicht und lässt sich im Geäst der Bäume vollends auf, Vorhänge verhindern den Blick in den Garten und eine Pflanze befindet sich im Kampf zwischen Blitzlicht und Dunkelheit.

Die Motive werden weder nach der Realität gemalt noch entstammen sie der reinen Vorstellung, sondern werden aus einer Vielzahl von Schnappschüssen herausgefiltert. Diese sind als Fotografie unspektakulär bis misslungen, sie sind Makroaufnahmen eines alltäglichen Mikrokosmos und dienen als Einstieg in eine auf Malerei basierende Bildwelt.

Entscheidend für Gabriele Basch ist, dass zwischen Abbildhaftigkeit und rein formalem Vorgehen in der Malerei ein optisches Schwingen entsteht, zwischen dem, was das Auge ergänzt und dem, was tatsächlich zu sehen ist. Flächen oder Flecken werden gegen einen illusionistischen Farbeinsatz gesetzt. Die Farbauswahl orientiert sich nicht an der Vorlage, sie ist reduziert und zum Teil ins Negativ verkehrt. Glänzende Firnis lenkt einerseits den Blick, erzeugt aber auch eine Tiefe, die Projektionsflächen entstehen lŠsst. Verstärkt wird dies durch Unschärfe, Aus- und Überblendungen.

Beunruhigende Traumwelten sind diese Bilder, nichts wird klar ausgesprochen, alles nur angedeutet. Die Malerei wird kein Mittel zur Narration, sondern zur Imagination eines zeitlosen inneren Raumes. Und damit für einen kurzen Moment wirklich.