Pavel Pepperstein


Pavel Pepperstein "political hallucinations"



Eröffnung am Freitag, den 6. September 2002 von 19 - 21 Uhr
Ausstellung vom 7. September - 19. Oktober 2002
Öffnungszeiten Mi - Fr 13 - 19 Uhr, Sa 13 - 18 Uhr



Die Galerie Kamm freut sich, den russischen Künstler Pavel Pepperstein (*1966) mit der Einzelausstellung "political hallucinations" zu
präsentieren.

Pavel Pepperstein gehört als Künstler und Schriftsteller der jungen
Generation russischer Konzeptkunst an.
Ende der achtziger, zur Zeit der Öffnung der Sowjetunion, war er
Mitbegründer der Künstlergruppe
"Inspektion Medizinische Hermeneutik", deren Ziel es war, eine künstliche Subkultur zu gründen und damit eine kritische Distanz zum Zeitgeschehen zu bewahren. Im Zentrum der künstlerischen Praxis steht die Beziehung zwischen Text und Bild und das unendliche Verweisen auf weitere Texte und Bilder. Dabei werden nicht nur Bild und Text der Massenkultur zitiert, sondern ihre inneren Mechanismen und Verfahren untersucht.

Auf diesem Hintergrund basiert auch die Einzelausstellung "political
hallucinations" von Pavel Pepperstein. Der Künstler kombiniert in seinen Aquarellen politische Zeichen ohne eine klare politische Aussage zu
machen. Die Atmosphäre eines "vergessenen Inhaltes" verstärkt Pavel
Pepperstein, indem er sich auf die ästhetische Sprache von Kandinsky, Malewitsch, bzw. auf politische Poster und Karikaturen aus der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts bezieht, deren politischen Aspekte heutzutage im Schatten der Ästhetik stehen.
"Politik im allgemeinen benutzt und konstruiert Halluzinationen. Das Gefährliche ist, dass nicht gesagt wird, dass es Halluzinationen sind, sondern es als Realität bezeichnet wird. In dieser Ausstellung möchte ich zeigen, wie man die Halluzinationen analysiert- ohne Worte, nur indem ich sie rekonstruiere."
(Pavel Pepperstein)

Parallel zur Ausstellung in der Galerie ist Pavel Pepperstein mit der Ausstellung "dream and museum" im Kunsthaus Zug zu sehen.


Im Büroraum ist von Cornelia Schmidt-Bleek die neue Zeichnungsserie "The unfinished drawings of Captain Cook" zu sehen, die die Dokumentationsform des Entdeckungsreisenden Captain Cook aus dem 18.Jhd. zitiert. Das Aus-gangsmaterial ist eine rudimentäre Bestandsaufnahme der exotischen Flora und Fauna aus Australien und Neuseeland, deren subjektive und
fragmentarische Darstellungsform in ihren Zeichnungen weiterführt.